Metaverse und die Technologie

Zu den Thematiken „Metaverse-Recht- Das Recht der virtuellen Welten im Internet“ und „Einführung ins Metaverse Recht“ wurde mehrere Blogbeiträge veröffentlicht. Im weiteren Schritt soll ein Auge auf die technologische Seite des sogenannten Web 3.0 geworfen werden. Verbunden hiermit werden immer Begriffe wie VR-Brillen, NFTs oder die Blockchain aufgeworfen. Was hat es auf sich, dass Unternehmen die bisherige Internet-Erfahrung in Bezug auf zweidimensionalen Bildschirmen revolutionieren wollen?

Virtuelle Realitäten und der Weg dort hin

Das Metaverse basiert zum Teil darauf, dass virtuelle Räume betretenen und dort bestimmten Aktivitäten nachgegangen werden können. Statt auf unsere Bildschirme zu schauen, sollen wir in der Zukunft in diese eintauchen können. Dies soll durch Virtual-Reality-Brillen (VR-Brillen) ermöglicht werden. 

Hierfür befinden sich Produkte auf dem Markt, die von Unternehmen zur Verfügung gestellt worden sind, wie zum Beispiel Meta, Sony und Lenovo. Die VR-Technologie existiert schon seit längerer Zeit und wurde nicht mit des Metaverse erdacht, weshalb VR-Brillen eine jahrelange Entwicklungsgeschichte hinter sich haben. Seit Jahrzenten besteht die Idee vollständig in virtuelle Realitäten einzudringen.

Visionäre Angebote

Bei Saturn kann man zum Beispiel für 59,99 € das META Quest 2 VR Headset kaufen. In dem Preis sind neben dem visionären VR-Kopfstück weitere Hand-Controller beigefügt, mit derer das Bewegen in der virtuellen Realität ermöglicht werden soll. Geschäftskunden können für 12.99,- USD eine Testversion des sogenannten Teslasuits erwerben. Dieser Teslasuit soll wie ein Anzug aus den Sci- Filmen erscheinen, mit denen die Nutzer haptisches Feedback, Bewegungserkennung sowie Biometrie-Tracking durchführen können.

Anhand der Preise merkt man, dass solche Art von Technologien erst mal nicht für durchschnittliche Verbraucher gedacht ist. Günstige Alternativen im Hinblick auf VR-Brillen sind zwar schon verfügbar, jedoch ist die Gestaltung der Immersion entsprechend schlechter. Die Vorstellung durch den Anzug das volle Erlebnis zu empfinden, ist auch noch realitätsfern.

Erweiterung der Realität

Die Augmented Reality (AR) ist die nächste Abmilderung in der Metaverse—Technologie. Hiesig werden virtuelle Elemente mit der realen Welt verbunden, statt komplett in eine virtuelle Welt einzudringen. Dies könnte eine Vorstufe zu dem umfänglichen VR-Erlebnis darstellen.

Ein Anwendungsfall liegt bei der Mobile-AR vor. Hier agieren Mobilgeräte als Schnittpunkt zwischen realer und virtueller Welt. Die App „Pokemon Go“, bei der in den Handykameras virtuelle Wesen abgebildet worden, konnte Millionen von Verwenden begeistern. Bei diesen Wesen war zudem eine Interaktion durch das Handy möglich. Dies hat dem Unternehmen, die hinter der Marke der App stand, einen großen Erfolg gebracht.

Noch ein Beispiel bilden die „Datenbrillen“. Wie der Name schon andeutet, sollen Nutzer mit dieser Brille ihre Realität ausdehnen. Mit der sog. „Google Glass“ Brille hatte Google viele Blicke auf sich geworfen. Mit dieser Brille konnte man zum Beispiel eine Navigation der Strecke oder Straßennamen in Echtzeit sehen. Das Projekt wurde allerdings nach 11 Jahren eingestellt. Eine Forschung durch viele Unternehmen an solchen Technologien, die einen Teil des Metaverse bilden sollen, wird weiterhin unternommen.

Blockchain-Technologie und Metaverse

SBS LEGAL, als Anwalt für Kryptorecht befasst sich mit vielfältigen Themen wie Bitcoin oder Blockchain. Das Metaverse betrachtet sich darin als Baustein der zukünftigen Internet-Entwicklung. Grundlage hierfür bildet die Blockhain-Technologie der meisten Kryptowährungen. Unter einer Blockchain kann man eine Liste mit spezifischen Informationen verstehen. Die abgespeicherten Informationen können, auch wenn sie verschieden ausfallen, im Regelfall Transaktionen abbilden und werden in Blöcken abgespeichert. Für die Verwaltung der Dateien ist keine Zentralstelle notwendig. Die Dateien werden spezifisch auf der Blockchain, durch eine Verknüpfung aus digitaler Signatur und kryptographischer Verkettung, gesichert.

Eine Verknüpfung von Blockchain und Metaverse liegt in der Dezentralisierung. Das Metaverse soll nicht an eine zentrale Verwaltungsstelle anknüpfen und für sich genommen selbst bestehen. Großunternehmen wie Meta, Google, Apple usw. arbeiten mit Bemühungen, um eine Art Technologie-Monopol auf das Metaverse zu erlangen. Mit Hilfe einer Blockchain-vergleichbaren Technik soll ein zu übermäßiger Einfluss der Ausübung von Unternehmen auf das Metaverse unterbindet werden.

Es wird eine eigenständige Währung für die Metaverse nötig sein, die das virtuelle Handeln ermöglicht. Hierfür scheint es geeignet zu sein, dass die Währung so wie Ethereum oder Bitcoin auf der Blockchain zu generieren. Anstelle von zentralen Bankensystemen wird die Transaktion über die Krypto-Walltes der Benutzer ermöglicht. Gerade international würde dies zur reibungsfreien Erfahrung führen.

Höhepunkt der NFTs

Non-fungible Token (NFTs), die auf der Blockchain erzeugt werden, sind nicht auswechselbare Vermögenswerte. Sie sind einmalig und werden verbunden mit den Nutzungs- und Eigentumsrechten mit bestimmten Objekten. Hierdurch kann der Eigentümer ständig nachverfolgt werden. Dies bildet ein digitales Echtzeitzertifikat. 

Die NFTs sind für die Metaverse ein immanenter Bestandteil. Sie repräsentieren eine Ausdehnung der Technologie, wodurch den Eigentümern die digital geschaffenen Gegenstände klar zugewiesen werden. Wird in der Metaverse ein Haus, ein Werbebanner, ein Auto usw. gestaltet, kann dies als NFT auf der Blockchain erzeugt werden. Dies gestattet eine Verbindung von Transaktionen im Metaverse mit NFT-Technologie.

Im Metaverse kann dies für Künstler einen Anreiz darstellen. Diese brauchen keine Angst zu haben, dass die Werke eins zu eins nachgebildet werden, wenn sie die Werke als NFTs ausstellen. Zurückzuführen ist das darauf, dass nur ein einziges technologisches Echtzeitzertifikat besteht. Der Verkauf von spezifischen virtuellen Schmuck- und Kleidungsstücken ist auch vorstellbar. Dem virtuellen Avatar kann durch Uhren, Schuhen oder Jacken unvergleichbarer Look verliehen werden. Wenn dieses Potential erforscht werden kann, würde dies für Unternehmen einen Ansporn darstellen. 

SBS LEGAL – Ihre Kanzlei für Metaverserecht

Das Metaverse wirft spannende rechtliche Fragestellungen auf. Es handelt sich dabei keinesfalls um einen rechtsfreien Raum für große Unternehmen. Um das Potenzial ohne Risiko nutzen zu können, empfiehlt sich eine professionelle rechtliche Beratung. Wir sind gern bereit, Ihnen bei möglichen Fragestellungen tatkräftige Unterstützung zu leisten.

Sie haben noch Fragen?

Sie wollen als Unternehmen oder Investor das Metaverse nutzen, eine Werbekampagne in den virtuellen Welten starten, Allgemeine Geschäftsbedingungen für Ihren Metaverse-Shop erstellen, den Markenschutz erweitern oder digitale Assets handeln? Dann sind Sie bei SBS LEGAL genau richtig. Unser Team berät Sie fachlich versiert in allen Belangen des Internet- und Metaverse-Rechts. Wir freuen wir uns jederzeit über Ihre Kontaktaufnahme.

Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gerne auch telefonisch zur Verfügung. Wünschen Sie die Rechtsberatung von dem erfahrenen Team aus Fachanwälten und Spezialisten von SBS LEGAL?

Metaverse-Recht

Seit Ende 2021 ist die Metaverse ein Gesprächsthema. Der Facebook-Konzern hat in dieser Zeit seinen Namen in Meta abgeändert und es erfolgte der Launch der sogenannten Metaverse. Dies brachte vielzählige Versprechen für die ZukunI durch die Großunternehmen mit sich. Dennoch wissen eine Vielzahl von Menschen nicht, um was es sich hierbei handelt. Das gilt vor allem für die Verknüpfungen zu NFTs, Bitcoin oder dem Urheberrecht. Über diese ThemaQk wurde unsererseits in einem BlogarQkel „Metaverse-Recht – das Recht der virtuellen Welten im Internet“ berichtet. Jetzt wird nochmals ein Blick hierauf geworfen und es wird eine neue PerspekQve auf das weltweite Phänomen und dessen rechtlichen Gesichtspunkten geworfen.

In Deutschland ist Metaverse zum großen Teil unbekannt

Die Metaverse ist in Deutschland noch recht unbekannt, so wird dies auf einem BitcoinFactsheets für die Jahre 2022 und 2023 deutlich. Hierbei geht es um den Höhepunkt der MedienberichterstaEung, was dieses Großprojekt betriI. In MiEe 2022 haben Deutsche ab einem Alter von 16 Jahren zu 67 % noch nie Etwas von der Metaverse gehört. Was die Metaverse ist, wissen laut der Befragten lediglich 9 %. Den Begriff Metaverse erklären können nur 5 %, so die eigene Einschätzung.

Diese StaXsXk zeigt, dass hinsichtlich des Bekanntheitsgrades der Metaverse Nachholbedarf besteht. Die Befragung ergab, dass etwa 50 % der Personen Angst vor den technischen Entwicklungen der Metaverse haben. Dabei gingen die Befragten von einem vollendeten Konzept aus, in welchem das Leben im großen Umfang in einer virtuellen Welt verbracht wird. Die Metaverse ist technisch gesehen nicht viele SchriEe hiervon abgelegen.

Eine Erklärung zur Metaverse Die Metaverse ist nicht eine bestehende Realität, sondern vielmehr eine Vision, weshalb es nicht leicht zu verstehen ist. Wenn man sich mit der Metaverse auseinandersetzt, fällt auf, dass es sich zum großen Teil um Versprechen und Zukunbspläne geht. Ein Verständnis für diese Vision ist jedoch ein bedeutender SchriE für die Einführung ins Metaverse-Recht.

Die Vision dahinter

Die Metaverse soll zur Verschmelzung der virtuellen Welt, erweiterten Realität und der psychischen Welt führen. Diese Vorgehensweise wird als EvoluXonsstufe des Internets beXtelt, was uns heute als zweidimensionale Bildschirmoberfläche bekannt ist. VR-Brillen soll den Verwendern ermöglichen in virtuelle Räumlichkeiten einzutreten und eine gemeinsame InterakXon ermöglichen („Virtual Reality“). Die Unternehmen, die das Metaverse als Geschäbsmodell verwenden, werden diese Räume bereitstellen können. Es gibt viele Aspekte, Abstufungen und OpXonen zur Anwendung. Erdenklich sind ausschließlich virtuelle Räume, in denen die Errichtung eines Hauses ermöglicht werden soll oder das Beiwohnen in einer Fashion-Show. Eine Verbindung der virtuellen mit der realen Welt soll möglich sein, so soll Werbung auf echte Gebäude abgebildet oder Gruppen MeeXngs mit Hologrammen ermöglicht werden.

Wie sieht es in der Zukunft aus?

Im Alltag bekommt man von der Metaverse nicht mehr viel zu hören im Jahre 2024. Grund hierfür, ist dass die erste Push Werbung zu Ende ist und die auf die Umsetzungsphase übergegangen worden ist. Nicht nur Großkonzerne sondern sogar Staaten haben die Absicht das Potenzial des Metaverse für sich zu gebrauchen. Aktuell ist ein Durchbruch noch nicht in Sicht. Wird „Metaverse“ bei YouTube eingegeben und nach den meisten Aufrufzahlen gefiltert, zeigen sich vermehrt negaXve Erfahrungen. Auf „Dubai Metaverse Strategy“ und weiteren offiziellen Webseiten zur Stärkung des Metaverse sind immer noch lediglich Zukunbsvisionen sehen. An konkreten Erfolgen von teilnehmenden Unternehmen, die zur Veranschaulichung dienen, mangelt es.

Am Potenzial scheitert es wie zuvor nicht. Eine Vielzahl von Player glauben an dieses PotenXal und es werden weiterhin hohe Summen an Geld in das Projekt invesXert. Demnach ist ein erfolgreicher Durchbruch möglich. Es soll ein Bitcoin Wolkenkratzer mit 40 Stockwerken als Brücke zum Metaverse in Dubai gebaut werden und hierauf sollen NFTProjekte präsenXert werden.

Metaverse-Recht

Weiterhin stehen rechtliche Fragen zum Metaverse offen. Bei einem Verkauf von virtuellen Grundstücken ist eine Aunlärung über die Rechte der TransakXon notwendig. Im März 2023 wurde, durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) anerkannt, dass das Metaverse als Anwendungsbereich für NFTs dienlich ist. Hierdurch haben größere Behörden, welche für die Überprüfung von rechtlichen Themen verantwortlich sind, ein Blickwinkel auf das Metaverse geworfen.

Es bleiben weiterhin einige Fragen ungeklärt, so auch im Urheberrecht oder im Datenschutzrecht. Wie können in diesem Fall diese virtuellen Konzepte urheberrechtlich geschützt werden? Schließlich ist es möglich, dass einmalige Gebäude im Metaverse durch einen Architekten konstruiert und errichtet wird. Wenn digitale Markplätze für Nutzer errichte werden, damit diese dort einkaufen gehen können, werden Vorschriben aus dem Datenschutzrecht relevant.

Die Anwendungsebenen bleiben beschränkt im Hinblick auf diese rechtlichen Fragen, wen keine ausreichend anerkannten Strukturen im Metaverse bestehen. Demnach werden im deutschen Rechtssystem interessante Urteile in Erscheinung treten, wenn es zu einem konkreten Fall diesbezüglich kommt. Für Unternehmen, die das Metaverse nutzen wollen, ist nun Vorsicht geboten. Die rechtliche Beratung zu den Themen Metaverse-Recht, KryptoRecht und den hiermit einhergehenden Problemen ist demnach sehr lohnend.

SBS LEGAL – Ihre Kanzlei für Metaverse-Recht

Es kommen interessante rechtliche Fragen auf, wenn es um die Metaverse geht. Dabei geht es nicht um einen rechtsfreien Raum. Um ein risikofreies PotenXal ausschöpfen zu können, wird eine rechtliche Beratung empfohlen. Wir sind gern bereit, Ihnen bei möglichen Fragestellungen tatkräbige Unterstützung zu leisten.

Das Metaverse und seine Gesetze: Was Juristen nun beschäftigen wird

So wie in der realen Welt sollen Gesetzen auch im Metaverse gelten

Es ist geplant, dass das Metaverse zukünftig ein Ort des Austauschs, der gegenseitigen Interaktion und des Geschäftsabschlusses werden soll. Hierfür ist wie im realen Leben eine rechtliche Grundlage von Nöten. Da im Metaverse allerdings keine Ländergrenzen existieren, ist fraglich, inwiefern Gesetze im Metaverse durchgesetzt werden können.
Hierzu gab unser Rechtsanwalt und Spezialist für IT- und Kryptorecht, Finn Niklas Nitz, vor kurzem ein ausführliches Interview, was Juristen bezüglich der Gesetze im Metaverse künftig beschäftigen wird.

Eine Rechtsberatung im Hinblick auf das Metaverse?

Hierzu muss man zunächst verstehen, dass das Metaverse-Recht nicht als eigene Rechtskategorie originär entstanden ist. Rechtsfragen bezüglich der Thematik des Metaverse-Rechts finden stets Anknüpfungspunkte an das bestehende Recht. Selbst wenn die Rechtsentwicklung der digitalen Entwicklung eigentlich etwas hinterherhinkt. Eine besonders wichtige Rolle im Metaverse spielen NFTs. In diesem Punkt bieten wir eine ausgiebige Rechtsberatung an, sowie bei aufsichtsrechtlichen Fragen und entsprechendem Markenrechtsschutz. Nun wurde vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) auch vorgegeben, inwiefern NFTs markenrechtlichen Schutz erfahren können. So wurde auch deutlich gemacht, wie Unternehmen ihre Marke im NFT-Bereich schützen können. Unsere Beratung umfasst alle Aspekte der Blockchain, der NFTs und der übrigen Token.

Unsere Aufmerksamkeit gilt zudem dem Rechtssetzungsprozess. Entscheidend sind dabei der Digital Markets Act und der Digital Services Act. Beide sollen die Sicherheit und Haftung auf den Plattformen und Diensten garantieren, sowie eine Ergänzung des Wettbewerbsrechts und eine gewisse Beschränkung der Marktmacht durchsetzen. Die Umsetzung der Digitale-Inhalte-Richtlinie hat zu Jahresbeginn zu einer größeren Novellierung im Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geführt. Die dortigen neuen Paragrafen unter dem Punkt „Verbraucherverträge über digitale Produkte“ werden auch im Metaverse eine Rolle spielen. Wird ein Shop im Metaverse betrieben, so gelten auch dort Kaufverträge. Allerdings bezüglich digitaler Produkte. Hier existieren nun verbindliche Regelungen.

Dass der Gesetzgeber auf dem neusten Stand ist, erkennt man auch daran, dass Preise nicht länger nur das von den Notenbanken herausgegebene Geld, sondern auch Kryptowährungen sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Steuerrecht. So wurde vom Bundesfinanzhof Ende 2021 bestimmt, wie in einem Online-Spiel Land vermietet werden kann. So können Gewinne aus einer digitalen Vermietung durchaus einen Fall für den Fiskus und zur Steuer veranlagt werden.

Die entscheidende Rolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bei Investitionen im Metaverse

Die klassische Aufsichtsbehörde für Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen ist die BaFin. In unserer alltäglichen Arbeit bei SBS Legal agieren wir vor allem mit dem Kreditwesengesetz (KWG),was das primäre Aufsichtsgesetz darstellt. Es existieren noch weitere Gesetze. Wobei das KWG den Hauptanteil in Punkto Aufsichtsrecht ausmacht. Kryptowerte werden im Gesetz heutzutage als Finanzinstrumente benannt. So könnte man als Herausgeber eines solchen Kryptowerts durchaus bereits der Aufsicht unterliegen. Dies wird besonders in Fällen bejaht, wo der Token wie ein Wertpapier ausgestaltet ist und somit eine Art Gewinnbeteiligung verspricht. Häufig unterliegt man dann auch einer Prospektpflicht. Es bestehen auch keine Anhaltspunkte dafür, warum dies nicht auch fürs Metaverse gelten sollte.

Folglich wird dies auch unter die Kontrolle der BaFin fallen. Werden verschiedene Metaverse-Plattformen und Währungen miteinander verbunden und will man Letztere tauschen oder in seinem Wallet halten, so werden unterschiedliche Finanzdienstleistungen benötigt, die jeweils eine Erlaubnis erfordern. Sobald man dies derart anbietet, dass deutsche Kunden von dem Angebot angesprochen werden und es in Anspruch nehmen können, unterliegt man der Aufsichtspflichtigkeit. Die BaFin muss dann dem entsprechendem Gesetz nachgehen. Daher sollte man im Anfangsstadium feststellen, ob das eigene Geschäftsmodell eine Erlaubnispflicht hat.

Anpassung der aktuell geltenden Gesetze an das Metaverse

In Europa sowie auch in Deutschland gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die trotz einiger Unstimmigkeiten weltweit einen gewissen Standard Im Bereich Datenschutzrecht gesetzt hat. Dabei stellt sich die Frage, wie die Daten im Metaverse zu definieren sind. So ist noch zu bestimmen, ob beispielsweise Aufzeichnungen der Gestik und Mimik unseres Avatars ebenfalls wie Daten behandelt werden oder wie es mit Bewegungsprofilen aussieht. Dabei ist zu überlegen, ob eine Rechtsauslegung der bestehenden Gesetze diese Problematiken lösen könnte oder ob es an der Zeit ist, neue Gesetze zu verabschieden.

Dabei ist auch das Strafrecht nicht außer Acht zu lassen. So ist fraglich, wie Straftatbestände aus der analogen Welt in die digitale Welt umgesetzt werden können. So ist zum Beispiel die Löschung eines Avatars nun einmal nicht mit der Tötung eines Menschen auf eine Stufe zu stellen. Daher sollte man durchaus die Fragen aufwerfen, ob sich die bisherigen Gesetze 1 zu 1 umsetzen lassen und wo Unterschiede festzumachen sind. Selbstverständlich existieren auch Beispiele, die sich leichter mit Fällen des realen Lebens gleichsetzen lassen: So bleibt ein Betrug im Metaverse ebenso ein Betrug. Alles darüber hinausgehende wirft rechtspolitische Fragen auf, die einer Klärung bedürfen. Zudem werden Diskussionen aufkommen, wo ethische Fragen zu besprechen sind. Thema wird der Schutz von Minderjährigen, Minderheiten und Schwächeren sein. Allesamt Fragen, die wir uns im Alltag ebenfalls stellen. Daher ist es essenziell darüber zu konferieren, inwiefern eine Umsetzung in die digitale Welt gelingen kann. 

Metaverse-Plattformen besitzen keine geographischen Grenzen: Wie lassen sich Gesetze anwenden?

Im Metaverse bestehen keine reellen Grenzen, was zu einigen Problemen führen kann. So ist bereits fraglich, welches Recht Anwendung findet. Bezüglich Europa stellt sich dies noch als relativ simpel dar. Die Gesetzesänderungen in Deutschland haben ihren Ursprung nämlich in europäischen Vorgaben. Zudem wird aufgrund desselben europäischen Gesetzgebungsursprungs ein einheitlicher Schutzrahmen in den verschiedenen Mitgliedsstaaten gewährt. Bei der Frage der Rechtsanwendung gelten seit Jahren bestehende Regelungen, wie die so genannten „Rom-Verordnungen“. Es entstehen allerdings Probleme, sobald man mit jemanden einen Vertrag außerhalb Europas schließt. Dann ist schon fraglich, wer hierfür verantwortlich ist oder ob es eine Metaverse-Gerichtsbarkeit gibt. Dies sind Fragen im Kryptorecht, mit denen wir uns derzeit auseinandersetzen. Leider lassen sich diese bisher nicht abschließend beantworten. Es muss vielmehr ein fluider Prozess mit einer Vielzahl an Beteiligten sein. 

Wie lassen sich bei der ständigen Veränderung der virtuellen Welt Gesetze entwerfen?

Um zu verhindern, dass Gesetze im halbjährlichen Takt geändert und angepasst werden müssen, sollten sie deutlich, aber auch offen formuliert sein. In den nächsten Jahren werden diese Fragen uns alle, aber vor allem Juristen umfassend beschäftigen. Bei bestehendem Interesse sollte man vor dieser Thematik nicht zurückschrecken. Stattdessen sollte man es als spannendes neues Abenteuer verstehen, das einen in neue Gefilde führt. 

Erstellung von Compliance-Richtlinien für das Metaverse 

Unternehmen geben sich selbst ihren eigenen internen Verhaltenskodex (Compliance-Richtlinien). Dies ist in diesem Zusammenhang wichtig zu benennen, da das Metaverse keine staatliche Institution darstellt. Vielmehr müssen sich private Anbieter um das Metaverse bemühen. Zu Beginn an sollten gewisse Grundregeln im Metaverse zum Schutz von Minderheiten und Schwächeren, im Sinne der Gesetzlichkeit und der Transparenz aufgestellt werden. Compliance-Richtlinien könnten dies unterstützen. Fördernd könnte auch sein, dass man keine „Wild West“-Mentalität entstehen lässt, sondern auf ein gedeihliches Miteinander setzt. Hierbei ist ein Rückgriff auf Compliance-Regelungen aus der realen Welt nützlich. Allerdings müssen diese auf die Situationen des Metaverse angepasst werden. Einige Anwaltskanzleien besitzen bereits jetzt einen virtuellen Standort auf einer Metaverse-Plattform. Auch unsere Kanzlei plant im Hintergrund in diese Richtung. Sobald sich eine Metaverse-Plattform als großer Player etabliert, haben wir vor, uns tiefgreifender mit dem Thema zu beschäftigen.