Der Springer Verlag warb in der jüngeren Vergangenheit mit dem Konterfei des früheren Bundesaußenministers in der Gestalt von den Gesichtszügen eines jüngeren Kindes u.a. auf Postern an Werbesäulen. Hiermit war der Politiker nicht einverstanden, da es keine Einwilligung erteilt hatte, zog vor Gericht und verlangte 250.000,00 € Schadensersatz.

Das LG Hamburg (Urteil vom 27.10.2006 – Az. 324 O 381/06) gab Fischer bis auf 50.000,00 € Recht und verurteilte die Axel Springer AG zu Zahlung von insgesamt 203.109,14, € davon 200.000,00 € als so genannte fiktive Lizenz und 3.109,14 € als Ersatz für Rechtsanwaltsgebühren.

Die Hamburger Pressekammer begründete ihre Entscheidung im Rahmen der Verkündung des Urteils damit, dass der Springer Verlag durch die Werbung mit der verjüngten Bildes des Grünen Politikers rechtswidrig in dessen Recht am eigenen Bild und zugleich in sein allgemeines Persönlichkeitsrecht eingegriffen habe.

Da diese Art der Verwendung des Bildes eine werbliche Vereinnahmung darstelle, habe Joschka Fischer einen Schadenersatzanspruch.

Auch die Höhe von 200.000,00 € sei unter Berücksichtigung der Bekanntheit, der Sympathie- bzw. des Imagewerts von Fischer angemessen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.