Der Bundesgerichtshofs hatte in seinem Urteil vom 05.10.2006, Az. I ZR 277/03 über einen Schadensersatzanspruch zu entscheiden, dem ein Streit um den Domain-Namen “kinski-klaus.de” zugrunde lag.

Die Kläger- Erben des 1991 verstorbenen Schauspielers Klaus Kinski- begehrten mit ihrer Klage Schadensersatz von den Beklagten, die die Domain „kinski-klaus“ für sich registriert und genutzt hatten. Dabei wurde unter der Domain für eine von den Beklagten veranstaltete Ausstellung über Klaus Kinski geworben.

Der Bundesgerichtshof wies die Klage als letzte Instanz ab. Zwar können Erben unter Bezugnahme auf das postmortale Persönlichkeitsrecht auch vermögenswerte Interessen geltend machen. Jedoch können vermögenswerten Bestandteile des postmortalen Persönlichkeitsrechts nicht mit den Verwertungsrechten des Urheberrechts gleichgestellt werden. Vielmehr müsse jeweils durch Güterabwägung ermittelt werden, ob der Eingriff durch schutzwürdige andere Interessen gerechtfertigt sei oder nicht.

Vorliegend verneinte der BGH einen Anspruch wegen eines Eingriffs in die vermögenswerten Bestandteile des postmortalen Persönlichkeitsrechts schon deshalb, weil dieser Schutz mit dem Ablauf von zehn Jahren nach dem Tod von Klaus Kinski erloschen sei. Er hat damit die für den postmortalen Schutz des Rechts am eigenen Bild in § 22 KUG festgelegte Schutzdauer von zehn Jahren auf den Schutz der vermögenswerten Bestandteile des postmortalen Persönlichkeitsrechts übertragen.