Das OLG Nürnberg (Urteil vom 12.04.2006 – Az.: 4 U 1790/05) hatte sich kürzlich mit dem Einsatz von Catch-All Funktionen zu befassen.

Die Beklagte hatte sich die Domain suess.de registriert. Gab man nun den Namen ein wurde man auf das Erotikportal der Beklagten weitergeleitet. Gleiches galt sofern man einen Vornamen zusammen mit dem Nachnamen eingab.

In dieser Weiterleitung sah der gleichnamige Kläger eine Verletzung seines Namens und zog vor Gericht.

Die Nürnberger Richter gaben dem Kläger hinsichtlich diesem Begehren Recht, da in der Verwendung der Catch-All Funktion, die bei Eingabe eines Vor und Nachnamens zu einer Weiterleitung auf das Erotikportal führt, eine Namensanmaßung der nichtberechtigten Beklagten zu sehen sei, die zu einer Zuordnungsverwirrung führe.

Nach Ansicht des Gericht brauche es der Kläger nicht zu dulden, dass er durch den Einsatz ein Catch-All Funktion durch einen Nichtberechtigten von der Nutzung seines Namens (Vor- und Zunamens) ausgeschlossen werde.