Das LG Köln (Beschluss vom 02.09.2008 – Az.: 28 AR 4/08) hat kürzlich als erstes Gericht über den neuen zivilrechtlichen Auskunftsanspruch entschieden.

Das Gericht nahm in seiner Entscheidung an, dass eine Verletzung im gewerblichen Ausmaß bei Musikstücken bereits bei der Veröffentlichung einer Datei vorliegt, sofern es sich bei dem Musikstück um einen aktuellen Song handelt.

Das Gericht entschied ferner, dass je zur Auskunft angefragter IP-Adresse 200,00 € an Gerichtskosten anfallen und der Auskunftsanspruch wegen der kurzen Speicherung der Daten bei den Accessprovidern im Wege einer einstweiligen Verfügung geltend gemacht werden kann.

Auch das LG Düsseldorf (Beschluss vom 12.09.2008 – Az.: 12 O 425/08) hat nunmehr in diesem Sinne einen Auskunftsanspruch bei Urheberrechtsverletzungen bejaht.