Ein niederländischer Online-Autohändler bot seinen Kunden an, die Fahrzeuge bei sich im niederländischen Lager abzuholen, wofür dem Käufer keine weiteren Kosten entstehen würden. Alternativ, teilte der Onlinehändler auf seiner Website mit, sei es möglich das Kfz gegen Aufpreis bei einer deutschen Filiale abzuholen oder das KfZ frei Haus geliefert zu bekommen. Auf die konkrete Höhe der zusätzlichen Überführungskosten wies der Händler jedoch nicht hin.

Hierin sah das LG Krefeld (Urteil vom 04.09.2007 – Az. 12 O 12/07) einen Wettbewerbsverstoß.

Der Händler verstößt nach der Ansicht der Krefelder Richter gegen § 1 Absatz 1 Satz 1 PangV. Nach dieser Vorschrift habe derjenige, der als Anbieter von Waren oder Leistungen gegenüber Letztverbrauchern unter Angabe von Preisen wirbt, die Preise anzugeben, die einschließlich der Umsatzsteuer oder sonstiger Preisbestandteile unabhängig von einer Rabattgewährung zu zahlen seien (Endpreise), wozu auch die Überführungskosten gehörten.

Die Überführungskosten seien auch dann anzugeben, sofern sie nur fakultativ, also für den Fall anfangen, dass der Käufer sich entscheide, dass KfZ geliefert zu erhalten.