Das OLG Hamm (Beschluss vom 28.03.2007 – Az.: 4 W 19/07) hatte darüber zu befinden, ob ein Internetshop, der Waren auch in das europäische Ausland liefert, auch die insoweit anfallenden Versandkosten zu tragen hat.

Dies hat das Gericht bejaht und seine Entscheidung wörtlich wie folgt begründet:

„Ein Verfügungsanspruch ist nach §§ 8 I, 3, 4 Nr. 11 UWG in Verbindung mit § 1 I Nr. 2 PAngV insofern begründet, als die Versandkosten für das außereuropäische Ausland nicht angegeben sind. Nicht bestritten ist, dass die Antragsgegnerin ihre Waren weltweit, mithin auch im außereuropäischen Ausland anbietet. Es ist in keiner Weise ersichtlich, dass der Versandkreis entsprechend eingeschränkt ist. Soweit eine vorherige Angabe dieser Kosten im Einzelfall nicht möglich sind, sind die näheren Einzelheiten der Berechnung anzugeben, aufgrund derer der Letztverbraucher die Höhe leicht errechnen kann, § 1 II S. 2 PAngV.“

Anmerkung: Es ist nach dieser Entscheidung Händlern, die Waren in das europäische Ausland liefern, dringend anzuraten, die Versandkosten auch für die einzelnen Länder zu nennen, in die neben Deutschland geliefert wird. Sofern ein Versand nicht in das Ausland erfolgt, sollte der Händler diesen Umstand unmissverständlich und deutlich auf seinem Angebot zum Ausdruck bringen.